Erfahrung eines Opel-Kollegen an südkoreanische Kollegen

Angesichts der drohenden Schließung des GM-Werkes Gunsan in Süd-Korea hat sich die Metallgewerkschaft KMWU an die Automobilarbeiterkoordinierung gewandt mit der Bitte um ein Statement zu den Erfahrungen in Bochum.

 

Solidarität ist weiter erwünscht an hyewonchong@gmail.com

 

Hier das Statement:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

mein Name ist Rainer Weinmann. Ich habe bis zur Schließung des Bochumer Werks 20 Jahre dort gearbeitet. Davon haben sie uns 18 Jahre erzählt dass GM Verluste fahren würde. Immer haben sie uns erzählt wenn wir noch auf die paar tausend Arbeitsplätze verzichten und auf die Lohnbestandteile dann hat der Rest einen sicheren Arbeitsplatz. Und immer haben sie uns sehr viele Versprechungen gemacht was für tolle neue Modelle wir bekommen und das wir dann eine gute Zukunft haben. Nichts davon ist wahr geworden. Am Ende wollten sie das wir nochmal verzichten und damit unsere eigene Beerdigung bezahlen. Das haben wir abgelehnt. Leider konnten wir nicht den Mut aufbringen noch härter zu kämpfen. Den anderen Standorten haben sie eine rosige Zukunft versprochen um uns zu isolieren.

Ich kann euch nur raten nehmt den Kampf auf denn nur wer kämpft bekommt Solidarität. Wer nicht kämpft bekommt nur Mitleid. Davon kann man sich nichts kaufen.

 

Mit solidarischen Grüßen

Rainer Weinmann

IG Metall Vertrauensmann