Leserbrief an den Gäuboten

VW China: Leiharbeit und Vorgänge bei Jiashi Technologie in Shenzhen

(Korrespondenz aus Sindelfingen - Leserbrief an den Gäuboten, mit der Bitte um Veröffentlichung)

In der Ausgabe des GÄUBOTEN vom 24.8.2018 berichten Sie über skandalöse Vorgänge bei VW in China. Kolleginnen und Kollegen werden mit Repressionen und sogar Haft belangt, nur weil sie für ihre Rechte und ihren Lohn eintreten. Ausgerechnet bei dem Konzern, nämlich bei VW, bei dem kriminelle Handlungen wie beim Abgasbetrug, zum Führungsstil gehören. Unglaublich, aber mit System. Auch in den Automobilwerken in Deutschland aller Hersteller werden Leiharbeiter als Billigware eingesetzt. War es doch der `Basta Kanzler` Gerhard Schröder, der mit VW Manager Peter Hartz zusammen, die Agenda 2010 zum `Erfolgsmodel` machte, sogar weltweit, nur für den Profit. Ganz einfach: Das ist Kapitalismus. Hatte Karl Marx doch recht bei seiner Schrift, `Das Kapital`.

 

Doch in China gibt es derzeit noch einen anderen dramatischen Vorgang: Bei der Technologie Firma Jiashi kämpfen die Beschäftigen für die Gründung einer unabhängigen Gewerkschaft. 30 Beschäftigte wurden am 27.Juli verhaftet, bis heute. Breite Solidarität entwickelt sich.

 

Die Internationale Automobilkoordination Sindelfingen unterstützt den Kampf unserer chinesischen Kolleginnen und Kollegen, für Festeinstellung, Lohnerhöhungen und der Gründung von Gewerkschaften. Freilassung aller Inhaftierten.

 

Klaus-Jürgen Hampejs

Gärtringen

Internationale Automobilkoordination Sindelfingen IAWC